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Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten. T 4
Ein Artikel gegen das Vergessen.
Fast jeder hat sicher schon von der sogenannten Operation T4
gehört, dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten.
Ich habe mich vor einiger Zeit viel damit beschäftigt, weil
ich so einen Fall in der Familie meiner Frau gefunden habe.
Auf meiner Webseite habe ich die Geschichte der Julie Tischer
veröffentlicht - auch als Anregung gedacht, sich eventuell mit
diesem furchtbaren Kapitel deutscher Geschichte in der eigenen
Familienforschung zu beschäftigen.
Hier ist der Artikel
https://ahnengeschichte.de/ein-artikel- ... vergessen/
Norbert Seyer
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Hallo Dieter, den Text darfst Du gern verwenden. Ich freue mich ja,
wenn jemand Interesse an dem hat, was ich schreibe. Norbert
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Ansprechpartner zu dem Thema 'Euthanasie' ist u.a. das Bundesarchiv.
Unter m.meisner@bundesarchiv.de (Herr Meisner) kann nachgefragt
werden, ob eine Euthanasie-Patientenakte zu dem entsprechenden
Namen vorliegt.
Leider ist die Dokumentation nicht vollständig. Eine Hilfe könnten auch
Medizinhistoriker sein. U.a. gab es zu diesem Thema 'Euthanasie' eine
Tagung, die in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Berlin
stattfand.
Bin zu weiteren Hilfen bereit. Ich finde es gut, daß sich Familien diesem
schrecklichen Thema öffnen. Oft wird über dieses Thema aus Scham
geschwiegen.
Hans-Dieter Zemke
Mailto: Hans-Dieter.Zemke(at)t-online.de
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Hans-Dieter Zemke teilte als Ergänzung und zur Vertiefung des Themas
dankenswerterweise noch die nachfolgenden Links mit:
Quellen zur Geschichte der nationalsozialistischen 'Euthanasie-Verbrechen'.
Quellen zur Geschichte der 'Euthanasie-Verbrechen'
in deutschen und österreichischen Archiven:
http://www.bundesarchiv.de/geschichte_e ... th_doe.pdf
Das Gesundheitsamt im Nationalsozialismus.
Ein Gesundheitsamt interessiert sich für seine Vergangenheit:
http://www.neuburg-schrobenhausen.de/in ... ?id=762,92
http://www.neuburg-schrobenhausen.de/in ... id=5116,92
Unter 'Text der Publikation als Download' ist ein Broschüren-Text herunterladbar.
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27. Januar 2017: Der Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus.
Anlaß ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers
Auschwitz. Im Mittelpunkt des Gedenkens stehen in diesem Jahr die sogenannten
"Euthanasie"-Morde. Rund 300.000 Menschen mit Behinderungen und Krankheiten
wurden vom NS-Regime in ganz Europa systematisch getötet.
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Mit dem "Gnadentod" begann Ausrottung.
Die Nazis töteten mindestens 60.000 Kranke.
Am 1. September 1939 begann nicht nur der Zweite Weltkrieg.
Am ersten Kriegstag begann auch - damals nahezu unbemerkt
von den meisten Deutschen - eine Aktion des Hitler-Regimes,
die zunächst zur Ausrottung von mindestens 60.000 Geistes-
kranken führte: das sogenannte Euthanasie-Programm.
Die von den nationalsozialistischen Massenmördern zunächst
als "Gnadentod" getarnte Tötungsaktion wurde später zum
Modell für die Vernichtung von Millionen europäischer Juden.
Das verbrecherische Vorhaben, so heißt es in einer veröffent-
lichten Dokumentation der v. Bodelschwingh'schen Anstalten in
Bielefeld-Bethel zum 40. Jahrestag des Beginns der "Aktion
Gnadentod", war bereits 1935 von Hitler zur Vernichtung
"lebensunwerten" Lebens und zur sogenannten Erbgutpflege
geplant worden. Doch die 'Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und
Pflegeanstalt', die in der Berliner Tiergartenstraße 4 residierte
und nur Eingeweihten unter der Code-Bezeichnung "T 4"
bekannt war, nahm erst in den Wirren der ersten Kriegstage
ihre mörderische Arbeit auf.
Es begann, wie so manches im Deutschen Reich dieser Epoche,
mit einer Fragebogen-Aktion, mit der die Patienten nahezu
aller psychiatrischen Anstalten und Krankenhäuser amtlich er-
faßt, "begutachtet" und selektiert wurden. Das endgültige
Urteil über Tod oder Leben fällten dann die später als NS-
Verbrecher bekanntgewordenen Professoren Heyde und Nitsche,
der Hitler-Leibarzt Brandt und der als Organisator der Eutha-
nasie geltende Waisenhaus-Direktor Friedrich Tillmann, die
die angeblich unheilbar Kranken in sogenannte Beobachtungs-
anstalten einwiesen ließen, ohne daß die Angehörigen davon
erfuhren. Doch bei der nach und nach anlaufenden planmäßigen
Vernichtung "lebensunwerten Lebens" durch Vergasung, Todes-
spritzen und ähnlichen Mord-Methoden in den Euthanasie-
Anstalten Hadamar bei Limburg (Hessen), Hartheim bei Linz
(Österreich), Grafeneck (Württemberg), Brandenburg (Havel)
und Sonnenschein bei Pirna (Sachsen) passierten organisato-
rische Pannen, die vor allem den Angehörigen nicht verborgen
blieben und den Widerstand der Kirchen hervorriefen.
Prominente Kirchenmänner wie die evangelischen Bethel-
Pastöre Fritz v. Bodelschwingh und Paul Gerhard Braune
(damals Leiter der zu Bethel gehörenden Hoffnungsthaler
Anstalten bei Berlin), der baden-württembergische Landes-
bischof Wurm, der spätere westfälische Präses Wilm und
nicht zuletzt die katholischen Kardinäle v. Galen in Münster
und Faulhaber in München sorgten durch massiven Druck
dafür, daß das Euthasanie-Programm zuerst in Bethel ins
Stocken kam und nach der Rettung aller Bethelpatienten
schließlich im Jahre 1940/41 gestoppt werden mußte.
Die mörderischen Erfahrungen und Methoden freilich, die
bei "T 4" inzwischen gesammelt worden waren, wurden
später noch Millionen unschuldiger Menschen zum tödlichen
Verhängnis: In den Gaskammern und Verbrennungsöfen der
Vernichtungslager Auschwitz, Sobibor, Belzec, Chelmno,
Majdanek, Treblinka und anderer KZ starben die letzten
Opfer der Euthanasie.
Quelle: (Noch) nicht bekannt. Datum 30. August 1979
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Euthanasie im "Dritten Reich".
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