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Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 mit der Verkündung
des Grundgesetzes gegründet. Dieser Tag markiert den Beginn der bundes-
deutschen Nachkriegsgeschichte und den Übergang von den Besatzungszonen
zu einem demokratischen Staat.
Die Verkündung des Grundgesetzes durch den Parlamentarischen Rat in Bonn
war der entscheidende Schritt zur Staatsgründung. Zuvor hatten die drei west-
lichen Besatzungsmächte und die deutschen Länder dem Verfassungswerk zu-
gestimmt.
Das Grundgesetz, das am 23. Mai 1949 verkündet wurde, trat am darauffolgen-
den Tag, dem 24. Mai 1949, in Kraft und legte die Grundlage für die parlamen-
tarische Demokratie in Westdeutschland.
Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland war eng mit der doppelten
Staatsgründung 1949 verbunden, da gleichzeitig die Deutsche Demokratische
Republik (DDR) in Mitteldeutschland entstand. Die Ereignisse um den 23. Mai
1949 sind somit ein Meilenstein in der deutschen Geschichte und der Beginn
einer neuen Ära für Westdeutschland.
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Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland.
Anfänge des Grundgesetzes. Werte der Demokratie.
Politiker würdigen die Anfänge des Grundgesetzes
und mahnen, die Werte der Demokratie zu schützen.
Vertreter der deutschen Verfassungsorgane haben an die
Eröffnung des Parlamentarischen Rats vor 75 Jahren und
an die Anfänge des Grundgesetzes erinnert.
"Wir danken den Frauen und Männern des Parlamentari-
schen Rats viel", sagte der frühere Bundespräsident Gauck
bei der Festrede im Naturkundlichen Museum Koenig in
Bonn, wo der Rat am 1. September 1948 erstmalig zusam-
men gekommen war. Die 61 Männer und vier Frauen des
Rats arbeiteten das Grundgesetz für einen westdeutschen
Staat aus. Gauck betonte nun, die Verfassung sei eine si-
chere Grundlage. "Wie weit sie aber im Sinne von Freiheit,
Demokratie, Menschenrechten und Frieden genutzt wird,
hängt von Bürgerinnen und Bürgern ab".
"Es liegt an uns", sagte Gauck. Demokratie brauche Bürger,
die den Staat nicht nur als Fürsorgeinstitution begriffen,
sondern sich zum Mitgestalter machen.
"Der Staat, die Demokratie - das sind wir."
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sagte: "Aus dem
Provisorium Grundgesetz ist eine Erfolgsgeschichte gewor
den." Es gebe aber keinen Anlaß selbstgerecht zu sein.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, es sei wichtig zu
verstehen, "daß diese beste Demokratie, die wir in Deutsch-
land je hatten, auch eine ist, die wir verteidigen müssen".
Quelle: Hamburger Abendblatt, 2. September 2023.
und mahnen, die Werte der Demokratie zu schützen.
Vertreter der deutschen Verfassungsorgane haben an die
Eröffnung des Parlamentarischen Rats vor 75 Jahren und
an die Anfänge des Grundgesetzes erinnert.
"Wir danken den Frauen und Männern des Parlamentari-
schen Rats viel", sagte der frühere Bundespräsident Gauck
bei der Festrede im Naturkundlichen Museum Koenig in
Bonn, wo der Rat am 1. September 1948 erstmalig zusam-
men gekommen war. Die 61 Männer und vier Frauen des
Rats arbeiteten das Grundgesetz für einen westdeutschen
Staat aus. Gauck betonte nun, die Verfassung sei eine si-
chere Grundlage. "Wie weit sie aber im Sinne von Freiheit,
Demokratie, Menschenrechten und Frieden genutzt wird,
hängt von Bürgerinnen und Bürgern ab".
"Es liegt an uns", sagte Gauck. Demokratie brauche Bürger,
die den Staat nicht nur als Fürsorgeinstitution begriffen,
sondern sich zum Mitgestalter machen.
"Der Staat, die Demokratie - das sind wir."
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sagte: "Aus dem
Provisorium Grundgesetz ist eine Erfolgsgeschichte gewor
den." Es gebe aber keinen Anlaß selbstgerecht zu sein.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, es sei wichtig zu
verstehen, "daß diese beste Demokratie, die wir in Deutsch-
land je hatten, auch eine ist, die wir verteidigen müssen".
Quelle: Hamburger Abendblatt, 2. September 2023.