Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer-Interessen.
Verfasst: 11.08.2025, 12:04
Die soziale Lage in der frühindustriellen Gesellschaft.
Die beginnende Industrialisierung brachte Europa -
zunächst England, dann aber auch Kontinentaleuropa -
ein heute unvorstellbares Elend. Die Ausbeutung der
der Industriearbeiter durch die Fabrikanten war unbe-
schreiblich. Die Abwehr der Arbeiter konnte nur durch
gewerkschaftliche Zusammenschlüsse und solidarisch
geführte Kampfmaßnahmen erfolgen. Dagegen be-
dienten sich die Arbeitgeber der Staatsgewalt und be-
wirkten "Koalitionsverbote".
Die Geschichte der Gewerkschaften.
Die ersten Gewerkschaften wurden 1825 gegründet,
als in England die 'Trade Unions' (Handwerks-Vereine)
ins Leben gerufen wurden. In Deutschland wurden
1848 die Gewerkschaften der Zigarrenarbeiter und der
Buchdrucker gegründet. Sie fielen 1854 dem Koalitions-
verbots des Bundestags zum Opfer.
Der große Aufstieg der deutschen Gewerkschaftsbewe-
gung begann, nachdem 1869 in der Gewerbeordnung
des Norddeutschen Bunds die Koalitionsfreiheit wieder-
hergestellt worden war. Das Sozialistengesetz legte
dann von 1878-1890 auch die Gewerkschaftsbewegung
lahm. Nach 1890 aber entwickelten sich die Gewerk-
schaften in Deutschland zu einer bedeutenden sozialen,
wirtschaftlichen und politischen Macht und erreichten
in der Weimarer Republik allgemeine öffentliche Aner-
kennung. Die Nationalsozialisten beseitigten die Gewerk-
schaften. Nach 1945 ist die Gewerkschaftsbewegung
in Deutschland neu entstanden.
Die Gewerkschaften heute.
Das Grundgesetz bestimmt: "Das Recht, zur Wahrung
und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen
Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle
Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht ein-
schränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hier-
auf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig".
Damit ist in Deutschland die Koalitionsfreiheit wiederher-
gestellt.
Quelle: 'KLEINE GEMEINSCHAFTSKUNDE'. 1966,
2. durchgesehene Auflage.
Handwerk und Technik GmbH, Hamburg.
Die beginnende Industrialisierung brachte Europa -
zunächst England, dann aber auch Kontinentaleuropa -
ein heute unvorstellbares Elend. Die Ausbeutung der
der Industriearbeiter durch die Fabrikanten war unbe-
schreiblich. Die Abwehr der Arbeiter konnte nur durch
gewerkschaftliche Zusammenschlüsse und solidarisch
geführte Kampfmaßnahmen erfolgen. Dagegen be-
dienten sich die Arbeitgeber der Staatsgewalt und be-
wirkten "Koalitionsverbote".
Die Geschichte der Gewerkschaften.
Die ersten Gewerkschaften wurden 1825 gegründet,
als in England die 'Trade Unions' (Handwerks-Vereine)
ins Leben gerufen wurden. In Deutschland wurden
1848 die Gewerkschaften der Zigarrenarbeiter und der
Buchdrucker gegründet. Sie fielen 1854 dem Koalitions-
verbots des Bundestags zum Opfer.
Der große Aufstieg der deutschen Gewerkschaftsbewe-
gung begann, nachdem 1869 in der Gewerbeordnung
des Norddeutschen Bunds die Koalitionsfreiheit wieder-
hergestellt worden war. Das Sozialistengesetz legte
dann von 1878-1890 auch die Gewerkschaftsbewegung
lahm. Nach 1890 aber entwickelten sich die Gewerk-
schaften in Deutschland zu einer bedeutenden sozialen,
wirtschaftlichen und politischen Macht und erreichten
in der Weimarer Republik allgemeine öffentliche Aner-
kennung. Die Nationalsozialisten beseitigten die Gewerk-
schaften. Nach 1945 ist die Gewerkschaftsbewegung
in Deutschland neu entstanden.
Die Gewerkschaften heute.
Das Grundgesetz bestimmt: "Das Recht, zur Wahrung
und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen
Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle
Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht ein-
schränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hier-
auf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig".
Damit ist in Deutschland die Koalitionsfreiheit wiederher-
gestellt.
Quelle: 'KLEINE GEMEINSCHAFTSKUNDE'. 1966,
2. durchgesehene Auflage.
Handwerk und Technik GmbH, Hamburg.