DAG-Bildungszentrum Walsrode.
Verfasst: 26.06.2025, 16:36
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Einige Daten:
1911 erbaut durch den damaligen 'Verein der Handlungskommis
von 1858'.
1919 Übergang nach Zusammenschluß an den 'Gewerkschafts-
bund der Angestellten' (GDA) - eine der drei Richtungsgewerk-
schaften vor 1933 (Liberale Richtung nach Hirsch-Dunker).
1933 Beschlagnahme im Mai d. J. durch die damaligen Macht-
haber im Zuge der Liquidierung der Gewerkschaftsvermögen.
1939-45 teils Ausweichkrankenhaus, teils Hilfslazarett.
1948/49 Rückgabe im Zuge der Wiedergutmachung an die DAG
(als anerkannte Nachfolgeorganisation der früheren Angestellten-
Verbände).
Nutzung
Von Ende Mai bis Anfang September jeweils Ferienbetrieb für
DAG-Mitglieder (und deren Familienangehörige) aus dem ge-
samten Bundesgebiet einschl. West-Berlin. Seit Jahren volle
Belegung während der Urlaubssaison, wobei häufig Lehrgangs-
teilnehmer mit ihren Familien wiederkehren.
Während der übrigen Zeit des Jahres - mit Ausnahme einer
vierwöchigen Pause zur Urlaubsgewährung für das Personal -
dient das Heim dem 'Seminar für Gewerkschaftspolitik' der
DAG als Schulungsstätte. Es werden im allgemeinen zwei pa-
rallel laufende Seminare von jeweils einer Woche sowohl für
ehrenamtliche wie auch für hauptberufliche Mitarbeiter
durchgeführt. Auch diese Teilnehmer kommen aus allen Tei-
len der Bundesrepublik und West-Berlin.
Örtliche Leitung des Ferienheims:
Ehepaar Ingrid und Horst Bretschneider,
Leitung des des Seminars: Walter Ristau.
Walsrode - im März 1967.
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1958er-Erholungsheim in Walsrode.
Auf dem Grundstück Walsrode, Sunderstraße 77, wurde 1910/11 von
dem 'Verein für Handlungs-Commis von 1858' ein Erholungsheim er-
richtet. 1919 ging es auf den Gewerkschaftsbund der Angestellten
(GdA) über und wurde 1933 nach der Enteignung der Gewerkschaften
durch die Nationalsozialisten als Ausweichkrankenhaus und Hilfslaza-
rett benutzt. Nach einem Rückerstattungsverfahren erhielt die DAG
1948/49 als Nachfolgeorganisation das Grundstück. Sie stellte das
Gebäude wieder als Erholungs- und Schulungsheim her und vergrös-
serte den Grundbesitz.
Da das alte Gebäude aus funktionellen und wirtschaftlichen Gründen
für eine Modernisierung damals als nicht geeignet angesehen wurde,
wurde an seiner Stelle ein den heutigen Erfordernissen entsprechen-
des Bildungszentrum gebaut und am 16. April 1974 eröffnet.
Quelle:
Dr. Herbert Nierhaus, DAG BV. / Einrichtungsleiter Werner Benz
im Begrüßungsheft des DAG-Bildungszentrums Walsrode. Ohne Datum.
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Mit dem Bau eines Klosters im Jahr 986 schuf Graf Walo die Anfänge
der Stadt Walsrode, wobei man darüber streiten kann, ob es bereits
vorher eine Ansiedlung namens Rode gegeben hat, die dann zusätzlich
noch nach dem Stifter des Klosters benannt worden ist, oder ob der
Namensbestandteil von Rode vom altsächsischen Wort 'Rod' kommt,
das (heiliges) Kreuz bedeutet.
1000 Jahre Kloster, 600 Jahre Stadt - der Geschichte begegnet man
in Walsrode auf Schritt und Tritt. Daß die Stadt allerdings ihr mittel-
alterliches Gesicht verloren hat, ist einer Katastrophe zuzuschreiben:
1757 wurden 226 meist reetgedeckte Häuser mit ihren Nebengebäu-
den durch einen Großbrand vernichtet, darunter das Rathaus.
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Einige Daten:
1911 erbaut durch den damaligen 'Verein der Handlungskommis
von 1858'.
1919 Übergang nach Zusammenschluß an den 'Gewerkschafts-
bund der Angestellten' (GDA) - eine der drei Richtungsgewerk-
schaften vor 1933 (Liberale Richtung nach Hirsch-Dunker).
1933 Beschlagnahme im Mai d. J. durch die damaligen Macht-
haber im Zuge der Liquidierung der Gewerkschaftsvermögen.
1939-45 teils Ausweichkrankenhaus, teils Hilfslazarett.
1948/49 Rückgabe im Zuge der Wiedergutmachung an die DAG
(als anerkannte Nachfolgeorganisation der früheren Angestellten-
Verbände).
Nutzung
Von Ende Mai bis Anfang September jeweils Ferienbetrieb für
DAG-Mitglieder (und deren Familienangehörige) aus dem ge-
samten Bundesgebiet einschl. West-Berlin. Seit Jahren volle
Belegung während der Urlaubssaison, wobei häufig Lehrgangs-
teilnehmer mit ihren Familien wiederkehren.
Während der übrigen Zeit des Jahres - mit Ausnahme einer
vierwöchigen Pause zur Urlaubsgewährung für das Personal -
dient das Heim dem 'Seminar für Gewerkschaftspolitik' der
DAG als Schulungsstätte. Es werden im allgemeinen zwei pa-
rallel laufende Seminare von jeweils einer Woche sowohl für
ehrenamtliche wie auch für hauptberufliche Mitarbeiter
durchgeführt. Auch diese Teilnehmer kommen aus allen Tei-
len der Bundesrepublik und West-Berlin.
Örtliche Leitung des Ferienheims:
Ehepaar Ingrid und Horst Bretschneider,
Leitung des des Seminars: Walter Ristau.
Walsrode - im März 1967.
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1958er-Erholungsheim in Walsrode.
Auf dem Grundstück Walsrode, Sunderstraße 77, wurde 1910/11 von
dem 'Verein für Handlungs-Commis von 1858' ein Erholungsheim er-
richtet. 1919 ging es auf den Gewerkschaftsbund der Angestellten
(GdA) über und wurde 1933 nach der Enteignung der Gewerkschaften
durch die Nationalsozialisten als Ausweichkrankenhaus und Hilfslaza-
rett benutzt. Nach einem Rückerstattungsverfahren erhielt die DAG
1948/49 als Nachfolgeorganisation das Grundstück. Sie stellte das
Gebäude wieder als Erholungs- und Schulungsheim her und vergrös-
serte den Grundbesitz.
Da das alte Gebäude aus funktionellen und wirtschaftlichen Gründen
für eine Modernisierung damals als nicht geeignet angesehen wurde,
wurde an seiner Stelle ein den heutigen Erfordernissen entsprechen-
des Bildungszentrum gebaut und am 16. April 1974 eröffnet.
Quelle:
Dr. Herbert Nierhaus, DAG BV. / Einrichtungsleiter Werner Benz
im Begrüßungsheft des DAG-Bildungszentrums Walsrode. Ohne Datum.
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Mit dem Bau eines Klosters im Jahr 986 schuf Graf Walo die Anfänge
der Stadt Walsrode, wobei man darüber streiten kann, ob es bereits
vorher eine Ansiedlung namens Rode gegeben hat, die dann zusätzlich
noch nach dem Stifter des Klosters benannt worden ist, oder ob der
Namensbestandteil von Rode vom altsächsischen Wort 'Rod' kommt,
das (heiliges) Kreuz bedeutet.
1000 Jahre Kloster, 600 Jahre Stadt - der Geschichte begegnet man
in Walsrode auf Schritt und Tritt. Daß die Stadt allerdings ihr mittel-
alterliches Gesicht verloren hat, ist einer Katastrophe zuzuschreiben:
1757 wurden 226 meist reetgedeckte Häuser mit ihren Nebengebäu-
den durch einen Großbrand vernichtet, darunter das Rathaus.
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