Jörg ROMMERSKIRCHEN ?

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Jörg ROMMERSKIRCHEN ?

Beitragvon -sd- » 29.01.2015, 15:30

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Persönlicher und beruflicher Werdegang Jörg Rommerskirchen:

* am 23. Oktober 1941 in Essen / Ruhr. Verheiratet.

Aus- und Weiterbildung 1948 - 1952:
Volksschule 1952 > 1956: Gymnasium Bonn, ohne Abschluß.
1961 - 1963: Lehrgang zum Seesteuermann, Staatl. Seefahrtschule Hamburg.
1968 - 1971: Integriertes Studium der Volkswirtschaftslehre, Betriebs-
wirtschaftslehre, der Soziologie und des Rechts an der Hamburger Hoch-
schule für Wirtschaft und Politik. Volkswirt (grad.), seit 1981 Diplom-Volkswirt.

Beruflicher Werdegang:
1957 - 1960 : Ausbildung in der deutschen Seeschiffahrt, Matrose.
1964 - 1973: Sekretär der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG).
1973 - 1976: Referent bei der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn.
1976 - 1980: Persönlicher Referent des Hessischen Ministerpräsidenten,
ab 1980 Leiter des Persönlichen Büros des Ministerpräsidenten;
Ernennung zum Leitenden Ministerialrat.
1980 - 1989: Senatsdirektor in der Hamburger Wirtschaftsbehörde,
Leiter des Amtes für Hafen, Schifffahrt und Verkehr in Hamburg.
1981 - 1987: Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Hamburg GmbH.
1984 - 1989: Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hamburger Gesellschaft
für Flughafenanlagen.
Seit 1.4.1989: Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft
des Landes Berlin.
1983-86 und 1989-92: Mitglied des Verwaltungsrats der ADV.
1990 - 1996: Mitglied des Aufsichtsrats der LSG.
1991 - 1993: Mitglied des Aufsichtsrats der BFG.
1992 - 1993: Mitglied des Aufsichtsrats der BBF.
01.01.1993 bis 30.08.1997:
Geschäftsführer der BLEG Berliner Landesentwicklungsgesellschaft mbH.
Seit 1.9.1997: Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei der GASAG
(Berliner Gaswerke AG).

Quelle:
http://www.berlin-airport.de/de/presse/pressemitteilungen/2001/2001-1 ... /index.php

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Geschäftsführer der BLEG (= Berliner Landesentwicklungsgesellschaft)
Jörg Rommerskirchen. (Quelle: DIE WELT 01. Juni 1995)
http://www.welt.de/print-welt/article659120/Einst-Abhoerstation-bald-Gaestehaus.html

Jörg Rommerskirchen scheidet als BLEG-Geschäftsführer aus und wechselt in den
Vorstand der GASAG. (Quelle: Berliner Zeitung 1997)

Bevor ihn der SPD-Wirtschaftssenator 1989 als Staatssekretär nach Berlin holte,
hat Rommerskirchen in Hamburg das Amt für Hafen, Schifffahrt und Verkehr geleitet.

DIE WELT schrieb am 16. Dezember 2001:
Bei der Berliner Flughafengesellschaft wird eine umstrittene personelle Weichen-
stellung umgesetzt: Der ehemalige GASAG-Vorstand Jörg Rommerskirchen tritt am
16. Februar 2002 als Geschäftsführer für Personal an.

Siehe auch:
http://www.berlin-airport.de/de/presse/pressemitteilungen/2001/2001-1 ... /index.php

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Jörg ROMMERSKIRCHEN ?

Beitragvon -sd- » 29.01.2015, 16:15

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Auszug aus einem längeren, lesenswerten taz-Artikel vom 2. Oktober 2009
von Johannes Gernert mit dem Titel 'Die Planung des Mauerfalls':

http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?r ... 02%2Fa0001

Er hat eine Vorstellung, wie sich Westberlin auf den Ansturm der DDR-Bürger
vorbereiten muß. Er will, daß es touristisch läuft, nicht über die Sozialverwaltung.
Sie dürfen sich auf keinen Fall wie Bittsteller fühlen. Für Tourismus ist
Jörg Rommerskirchen zuständig, Staatssekretär beim Wirtschaftssenator.

Juni 2009. Im Café stellt Rommerskirchen sein Aktentäschchen auf den Tisch.
Er trägt ein gelbes Hemd von Lacoste, helle Hosen und eine halbierte Lesebrille.
Auf seiner privaten Visitenkarte steht Staatssekretär A.D. Er sieht sommer-
frisch aus, freundlich, und irgendwie auch nach einem Westberlin, das es seit
knapp 20 Jahren nicht mehr gibt. Er wollte eigentlich präpariert erscheinen.
Er habe den ganzen Sonntag lang nach den Protokollen der Arbeitsgruppe gesucht,
sie aber leider nicht gefunden.

Es ist normalerweise überhaupt nicht seine Art, Dinge zu verlegen. Jetzt muß er
sich eben ohne Akten erinnern. Rommerskirchen rückt seine Brille zurecht und
erzählt.

Bevor ihn der SPD-Wirtschaftssenator 1989 als Staatssekretär nach Berlin holte,
hat Rommerskirchen in Hamburg das Amt für Hafen, Schifffahrt und Verkehr
geleitet. Der Hafen war für den Handel mit der DDR zentral. Er ist damals oft
nach Warnemünde, Rostock, Wismar gefahren, nach Leipzig zur Messe, nach
Dresden, und Ostberlin. "Ich war DDR-Kenner", sagt er.

Rommerskirchen ist wie Schröder vor allem eines: Beamter aus Überzeugung.
Sein Vater war Bundestagsabgeordneter für die CDU. Ihn selbst beeindruckt
Willy Brandts Ostpolitik vom "Wandel durch Annäherung" so sehr, daß er mit der
Familientradition bricht und in die SPD eintritt. Er beschließt früh, kein Politiker
zu werden. Er will die Dinge wirklich in die Hand nehmen. Dafür, glaubt er, muß
er in die Verwaltung. Politiker reden, Beamten regeln.

Er wird Kabinettsprotokollant in Hessen. Nach Sitzungen liegen seine
Mitschriften am nächsten Morgen um neun Uhr auf den Schreibtischen - auch
wenn er tippen muß, bis es hell wird.

31. Oktober 1989. Die Regierung von Westberlin beschließt "die Einsetzung
einer Projektgruppe zur Vorbereitung auf einen verstärkten Besucher- und
Reiseverkehr aus Ost-Berlin und aus der DDR". Rommerskirchen soll sie leiten.
Für den Neuen eine Chance. Er lädt sofort zur ersten Arbeitssitzung, gleich
am nächsten Tag.

Quelle: Das taz Print-Archiv.

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Siehe auch SPIEGEL ONLINE vom 9. November 2009
'Das war keine Überraschung für uns':
http://www.spiegel.de/einestages/west-berlin-und-der-mauerfall-a-948590.html

Das Interview mit Jörg Rommerskirchen führte Sibel Sen.

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