Angestellten-Krankenkassen.

Die Angestellten-Krankenkassen.

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Angestellten-Krankenkassen.

Beitragvon -sd- » 13.02.2010, 10:42

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Im Tal der Wupper traf sich 1867 eine Gruppe weitsichtiger, risikofreudiger Männer. Sie hatten eine Idee:
Die Angestellten im Krankheitsfall zu unterstützen. Es entstand der 'Unterstützungsverein der Handlungsgehülfen
in Barmen'. 1876 erfolgte eine Namensänderung in 'Kaufmännischer Verein Barmen'. Am 1. Januar 1904 wurde die
'Krankenkasse für Handelsangestellte in Barmen e.H.' aus der Taufe gehoben. Der Zusammenschluß mit dem
'Verein junger Kaufleute zu Görlitz', gegründet 1884, machte der Idee der Selbsthilfe den Weg aus dem Tal
der Wupper in das Reich frei. Im Herbst 1922 wurde der die Kasse tragende und prägende Name festgelegt:
'Barmer Ersatzkasse'.

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Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse - DAK kann auf eine über 200jährige Geschichte zurückblicken. Bereits
1774 wurde das 'Institut zum Besten nothleidender Handlungs-Diener', die 'Kranken- und Sterbekasse der vereinigten
Gesellschaft der Handlungs-Diener zu Breslau' gegründet. Diese älteste Vorgängerkasse verschmolz im Jahre 1924
mit der 'Krankenkasse des Gewerkschaftsbundes der Angestellten, Leipzig', die 1922 entstanden war, und zwar
aus einem Zusammenschluß der 1862 gegründeten Krankenkasse des 'Vereins für Handlungs-Commis von 1858'
und der 1883 gegründeten 'Kranken- und Begräbniskasse des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen, Leipzig'.

Die 'Krankenkasse des Gewerkschaftsbundes der Angestellten' fusionierte 1927 mit der 1888 gegründeten 'Kranken-
kasse des Deutschen Angestellten-Bundes zu Magdeburg VaG, Ersatzkasse' und der 1880 errichteten 'Kranken- und
Begräbniskasse des Vereins der Deutschen Kaufleute, Ersatzkasse, Berlin'. Sie nannten sich fortan 'Berufskranken-
kasse des Gewerkschaftsbundes der Angestellten'. Bei dieser Bezeichnung verblieb es jedoch nicht endgültig.

Die Deutsche Angstellten-Krankenkasse fand durch die am 1. Januar 1899 vom damaligen Deutschnationalen
Handlungsgehilfen-Verband in Hamburg als eingeschriebene Hilfskasse gegründete 'Berufskrankenkasse der
Kaufmannsgehilfen', der 'Deutschnationalen Kranken- und Begräbniskasse', später 'Deutschnationale Kranken-
und Begräbniskasse', später 'Deutschnationale Krankenkasse', ihre weitere Entwicklung.

Zum 1. Januar 1940 kam es zur Verschmelzung zwischen der 'Berufskrankenkasse der Kaufmannsgehilfen' und
der 'Berufskrankenkasse der weiblichen Angestellten'.

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Am 27. Oktober 1884 wurde die TK (Techniker-Krankenkasse) als 'Eingeschriebene Hilfskasse für Architekten,
Ingenieure und Techniker Deutschlands' registriert. Damit entsprach die Deutsche Technikerbewegung einem
wirtschafts- und sozialpolitischen Erfordernis. Das "bismarcksche" Krankenversicherungsgesetz von 1883 hatte
nämlich diesen Personenkreis sozusagen "vor der Tür" stehen lassen. Erst im Jahre 1927 gelang die Zulassung
der heutigen TK als Ersatzkasse, nicht zuletzt dank tatkräftiger Mitwirkung des 'Bundes der technischen Angestellten
und Beamten (BUTAB)'.

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Die Kaufmännische Krankenkasse - KKH wurde im Jahre 1890 vom Kaufmännischen Verein zu Halle (Saale) gegründet,
und zwar damals unter dem Namen 'Kranken- und Begräbniskasse des Kaufmännischen Vereins zu Halle (Saale)'.
Ihr Ursprung geht auf eine 1862 von Kaufmannsgehilfen geschaffene Unterstützungseinrichtung des Kaufmännischen
Vereins zu Halle (Saale) zurück.

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Die Hamburg-Münchener Ersatzkasse, Krankenkasse für Angestellte, ist die Rechtsnachfolgerin der am 1. Oktober
1927 gegründeten 'Berufskrankenkasse des Gesamtverbandes Deutscher Angestellten-Gewerkschaften (Gedag-Kasse)'.
Ihr konnten alle Mitglieder der Verbände des Gesamtverbandes beitreten.

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Ursprungskasse der Hanseatischen Ersatzkasse - HEK war die 'Kranken-Casse der Commis des löblichen Kramer
Amts', die im Jahre 1826 gegründet wurde. Im Laufe der weiteren Entwicklung wurde sie ab 1840 in 'Krankenkasse für
Handlungs-Commis von 1826', ab 1924 in 'Hamburger Ersatzkasse von 1826' und ab 1927 in 'Hanseatische Ersatz-
kasse von 1826 zu Hamburg' umbenannt.

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Die Handelskrankenkasse - hkk - ist am 1. Januar 1904 gegründet worden.
Fusionen mit anderen Kassen haben nicht stattgefunden.

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Quelle: Auszüge aus der vdak-Veröffentlichung '75 Jahre Verband der Angestellten-Krankenkassen 1912-1987'.
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