Adolf Binder

Menschen und Charaktere. Herausragende Persönlichkeiten der gewerkschaftlichen Angestelltenbewegung.

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Adolf Binder

Beitragvon Heinz-Georg Harbauer » 09.12.2012, 20:09

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Adolf Binder, ein "Urgestein" bayerischer Gewerkschaftsarbeit.

Adolf Binder wurde am 16. März 1924 in Nürnberg geboren. Mit 22 Jahren wurde "Adi", wie ihn seine Freunde nannten,
Mitglied des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Nürnberg. Das war seinerzeit die einzige Möglichkeit, sich
gewerkschaftlich zu organisieren. Er übernahm die Jugendarbeit für den Bereich der Angestellten in der Privatwirtschaft
und zählte zu den Gründungsmitgliedern des Angestelltenverbands Bayern im Bayerischen Gewerkschaftsbund (BGB).

Adi Binder war Delegierter des DAG-Gründungskongresses in Stuttgart-Bad Cannstadt. Von 1949 an vertrat Adi Binder
die Interessen junger Gewerkschaftsmitglieder im DAG-Bundesjugendvorstand sowie im neugegründeten Bundesjugend-
ring. Er vertrat die DAG-Jugend im Hauptausschuß des Bayerischen Jugendrings, und er war lange Jahre Vorsitzender
des Bezirksjugendrings Oberbayern. Die Jugendringarbeit lag ihm besonders am Herzen.

Am 7. Juli 1952 wurde Adi Nachfolger von Emil Blechschmidt als Landesjugendleiter in Bayern. Dieses Amt übte er mehr
als zehn Jahre aus. Nach einem einjährigen Besuch der Akademie der Arbeit (AdA) in Frankfurt / Main widmete sich Adi
Binder ab 1964 der Bildungsarbeit der DAG in Bayern. In München gründete er in dieser Zeit die DAG-Schule, die unter
seiner ehrenamtlichen Leitung eine angesehene Weiterbildungseinrichtung für Angestellte wurde.

1967 wurde Adi Binder zum Leiter der bayerischen DAG-Berufsgruppe 'Kaufmännische Angestellte' gewählt. Eine Orga-
nisationsstrukturreform der DAG schuf neue Gliederungen, und im Rahmen dieser Umstruktuierungen übernahm Binder
die neu geschaffene Abteilung 'Privater Dienst'.

1979 wurde Adolf Binder die Position des Organisationsleiters im DAG-Landesverband Bayern übertragen, die er bis zu
seinem Ausscheiden aus dem hauptamtlichen Dienst innehatte.

Adolf Binder wurde für seine herausragenden Verdienste im Jahr 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus-
gezeichnet
. Im November 1983 erhielt er vom Freistaat Bayern die 'Staatsmedaille für soziale Verdienste'.

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Heinz-Georg Harbauer
 
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