Jugend oder Geld ? Geld oder Jugend ?

Kurzsichtigkeit und Geschichtsvergessenheit (fehlendes Geschichtsbewußtsein) der Verantwortlichen.

Jugend oder Geld ? Geld oder Jugend ?

Beitragvon -sd- » 11.12.2016, 15:49

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Jugend oder Geld ? Geld oder Jugend ?

Nicht irgendeine Immobilie:

=> Beispiel: Das Landheim Bordenau der DAG-Jugend.
=> Beispiel: Das 'Heinrich-Hansen-Haus' in Lage-Hörste / Teutoburger Wald.
=> Beispiel: Die Begegnungsstätte 'Haus der DAG-Jugend Konradshöhe'.

Horende Erträge aus Immobilienverkäufen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
Eigene Häuser als Garanten erfolgreicher gewerkschaftlicher Bildungstradition ???


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Nicht irgendein Ort.
Geschichte und Zukunft gewerkschaftlicher Bildungshäuser.


Zehn eigene Bildungsstätten hat ver.di derzeit – eingebracht zur Gründung
2000 von den Mitgliedsgewerkschaften. Jahrzehntelang galten gewerkschafts-
eigene Häuser als Garanten erfolgreicher Bildungstradition. Doch diese Rolle
ist in Frage gestellt. Veränderte Ansprüche der Nutzer an Schulungsorte und
ihre Lage, zu geringe Auslastung, Investitionsstau, hohe Modernisierungskosten
oder auch zu erzielende Erträge aus etwaigem Immobilienverkauf gelten als
Argumente für eine zu prüfende oder bereits vollzogene Schließung.

Gegen den jüngsten Beschluß von Bundesvorstand und Gewerkschaftsrat zum
Aus für das 'Heinrich-Hansen-Haus' in Lage-Hörste im Teutoburger Wald regte
sich Widerstand. Auch die Zukunft der ver.di-Jugendbildungsstätte in Berlin-
Konradshöhe scheint ungewiß.

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Dina Bösch, ver.di-Bundesvorstand, zur Schließung von Lage-Hörste:

Wir hatten die extrem schwierige Frage zu beantworten, ob es angemessen
ist, über drei Millionen in ein einziges Haus zu investieren … Wenn wir tat-
sächlich investieren und bauen würden, müßte das Haus mindestens für ein
dreiviertel Jahr geschlossen werden … Das Haus als Immobilie ist das eine,
das Institut für Bildung, Medien und Kunst (IMK), das jetzt darin untergebracht
ist, das andere. ver.di ist Träger des IMK und bleibt es auch. Das Institut ist
ein zertifizierter und damit auch geförderter Bildungsträger in Nordrhein-
Westfalen und hat sich gute Standards in der Bildungsarbeit erarbeitet …
Wenn uns diese Baukosten nicht überrollt hätten, wäre niemand auf die Idee
gekommen, überhaupt ein Haus zur Disposition zu stellen. Die Bildungsstätten
sollen erhalten werden. Ich habe mich dafür stark gemacht, daß das Budget
von 1,39 Prozent des ver.di-Haushalts dafür stabil bleibt. Wir stehen zur
gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, das ist eine klare Sache und von der
jetzigen Entscheidung ganz unberührt ...


Ausführliches Interview: http://www.drupa.verdi.de

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Leserbrief im ver.di-Mitgliedermagazin 'publik', Ausgabe 04/2008:
http://publik.verdi.de/2008/ausgabe_04/gesellschaft/briefe/seite_14/A1


Hallo ver.di PUBLIK,
In der März-Ausgabe von ver.di PUBLIk habt Ihr einen guten Bericht über das Bildungs-
angebot für Gewerkschaftsmitglieder abgedruckt. Es gibt viele interessante und nütz-
liche Seminare, die Nachfrage ist groß. Leider hab Ihr nicht aufgeschrieben, daß seit
der Gründung auch viele Bildungsstätten geschlossen wurden, meist gegen Widerstand
der Basis. Ich erinnere mal an die Jugendbildungsstätte Bordenau in Niedersachsen
oder die DPG-Einrichtung in Walsrode. Auch bei ver.di regiert der Rotstift !
Hanni Schlüter, Bremen

ver.di-Antwort:

Liebe Hanni Schlüter,
Ja, das war ein trauriges Kapitel, als wir zu Beginn von ver.di insgesamt sechs von
17 Bildungshäusern schließen mußten, weil die finanzielle Unterstützung aller Häuser
nicht mehr leistbar war. Viele Mitglieder mußten von ihrem "Heimathaus" Abschied
nehmen, ein harter Start für die Bildung in ver.di. Inzwischen hat sich viel Neues ent-
wickelt, ein gemeinsames Programm ist entstanden. Viele ver.dianer/innen fühlen
sich sehr verbunden mit ihren Bildungszentren und nutzen das vielfältige Seminar-
angebot. Wenn es jetzt gelingt, daß mehr ver.di-Gliederungen ihre Häuser belegen,
können wir beruhigt in die Zukunft schauen. DINA BÖSCH, VER.DI-BUNDESVORSTAND


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